"Zu den Heiligen" - "ad sanctos" reichen die Ursprünge Xantens zurück. Der Legende nach starben der römische Legionär Viktor und seine Gefährten im 4. Jahrhundert als christliche Märtyrer, zu deren Gedenkstätte bald die Gläubigen pilgerten.
Kirchenbauten und ihre Nachfolger wurden über dem Grab Viktors gebaut. Im 8. Jahrhundert wurde ein Stift zu Ehren Viktors gegründet. Neben dem Stift entwickelte sich eine Siedlung mit Händlern und Handwerkern, aus der die Stadt Xanten hervorging.
1263-1544
Bau des Doms St. Viktor
1802
Säkularisierung - der Dom wird endgültig Pfarrkirche
1933
Ein antikes Doppelgrab mit den mutmaßlichen Gebeinen Viktors wird gefunden.
1936
Die Krypta mit dem Doppelgrab wird von Cardinal Clemens August von Galen eingeweiht.
1945
Der Dom wird stark zerstört.
1947-1966
Wiederaufbau
1966
Erweiterung der Krypta zur Verehrung der christlichen Märtyrer während der Nazi-Diktatur.
Im 13. Jahrhundert wurde der Grundstein zum gotischen Dom gelegt, der größten Basilika zwischen Köln und der Nordseeküste.
Für die prächtige Ausstattung wurden die besten Künstler und Handwerker des Rheinlands engagiert. Die bereits bestehende romanische Westchorhalle integrierten die Baumeister in die neue Kirche.
St. Viktor war gleichzeitig Pfarr- und Stiftskirche und Mittelpunkt der Stiftsimmunität - einer Stadt in der Stadt, in der die Kanoniker in eigenen Häusern wohnten.
In seiner Bedeutung für das Rheinland stand der Xantener dem Kölner Dom kaum nach. Der Xantener Dom heute nicht nur Ort göttlicher Anbetung, sondern auch vielgenutzter Raum für kulturelle Veranstaltungen. Über Xantens Grenzen hinaus bekannt sind die Domkonzerte, die jeden Monat stattfinden.
Zu den Informationen des Dombauvereins
Das Programm der Xantener Domkonzerte
Privater Blog zur Geschichte des Doms