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Brunnen und Gedenktafel erinnern an einen ehemaligen Stiftsherrn, den heiligen Norbert (1080-1134), mit eine der schillerndsten und umstrittendsten Persönlichkeiten des frühen 12. Jahrhunderts.
1105 trat der Grafensohn in das Viktorstift ein. Nach 10 Jahren verließ er es wieder, um ein asketisches Leben als Wanderprediger zu führen. Mit Gefährten zog er ohne feste Bleibe predigend umher bis an den Rand des körperlichen Ruins.
Nach dem Erschöpfungstod dreier Gefährten wurde er sesshaft und gründete 1120 in Frankreich bei Premontre den Prämonstratenserorden .
1126 verließ er das Kloster und wurde Erzbischof von Magdeburg und damit einer der bedeutendsten Reichsfürsten.
In seiner Amtszeit betrieb er mit Nachdruck die Slavenmission und dehnte damit seinen politischen Einflußbereich stark nach Osten aus.
Während des 30jährigen Krieges gelangten seine Gebeine nach Prag, wo sie heute noch liegen. Dort wird er als Landespatron Böhmens verehrt.
1582 wurde er heilig gesprochen.
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