Kurse und Führungen für Gruppen
Der Kindergarten "Die fidelen Monsterchen" schickt seine Schulkinder zum Abschied auf große Fahrt. In Xanten sollen sie sehen, wie aus Korn Brot wird. Die Erzieher rufen in der Kriemhild-Mühle an und schlagen 2 Termine im Abstand von 1 Woche vor. An einem Tag klappt es dann auch, und es weht ein leckerer Wind. Mit 2-3 nervenstarken Eltern kommen sie in die Römerstadt zur Mühle auf der Stadtmauer. Auf einmal werden auch die Großschnäbel leise: der Müller schickt sie sofort an die Arbeit: Ankerketten aushaken, mit vereinten Kräften die Flügel zum Wind drücken, in die Masten klettern und die Segel setzen. 3 schwere Brocken hängen sich ans Bremsseil bis die Flügel -wapp, wapp, wappappappapp an den staunenden "Monsterchen" vorbei
Betriebsinfo
Geschichte
Technik
Sortimente
Verkaufsstellen
Kurse und Führungen
Exkursionen
Kontakt
sausen. Dann die steilen Treppen hoch kraxeln und über den Zahnrädern auf die singenden Steine schauen. Staubige Säcke müssen gefüllt werden, und mit dem Handaufzug werden sie ganz tief in die Backstube hinunter gelassen. 2 Höhenängstige, die unten geblieben sind, wuchten die Säcke zu den Bäckern. Vielleicht, wenn noch keiner müde ist, backen die "Monsterchen" noch Mäuschen, die sie in den Ofen schieben und nach einer Runde Toben auf dem Spielplatz nebenan wieder abholen können. Happ-happ: Keine Maus, keine Schnecke, Schlange oder Knoten überlebt die Endkontrolle. So kann's gehen, ob fidele Monsterchen oder vernünftige Kegelschwestern, unter der Anleitung des Müllers kann das alles nach Absprache angeboten werden. Der Betriebsausflug will es genauer wissen: Welche Segel bei welchem Wind mit welchen Knoten? Und übt das auch! Die Jungs aus dem Club wollen Muttern zeigen, wie "richtiges" Brot gebacken wird - mit Sauerteig und dunklem Mehl - selbst geknetet und gebacken. Die japanischen Gäste aus dem High-Tech-Center müssen sich die Low-Tech-Anlage natürlich in Englisch erklären lassen. Wir können dies alles frei vereinbaren, alles schon einmal dagewesen. Heraus kommen staubige Gestalten, die etwas selten Ursprüngliches erlebt haben.
  • Sie suchen sich 2-3 Termine im Abstand von einer Woche an verschiedenen Wochentagen aus, falls einer besetzt ist oder kein Windchen sich regt. Sie rufen an oder faxen Ihre Vorstellungen.
  • Wir vereinbaren am Telefon das Programm, und Sie erhalten eine Bestätigung mit besonderen Hinweisen zum Ablauf.
  • Gruppen bis 20 Personen können die Windmühle in 1 Stunde praktisch bedienen und erleben.
  • Backen dauert je nach Umfang noch extra Zeit. Samstags nachmittags sind 4 Stunden schon zu füllen! Kosten pro Stunde: 80,-DM, alles eingeschlossen!

Anmeldungen und Nachfragen:
02801-6556, per Fax 02801-90187 oder E-Mail an Rolf Peter Weichold.




BEISPIEL EINER VERANSTALTUNG MIT EINEM KINDERGARTEN

Es kommt eine Gruppe von 18 Kindern im Alter von 5 Jahren. Die Kinder treffen vorne an der Mühle ein, wer auf Toilette gehen muß, tut das jetzt. Rucksäcke und Taschen werden in der Mühle im Erdgeschoß sicher abgelegt. Schnuppzeug, Saftdöschen und Eis bleibt unten. Ich empfange die Gruppe. Eine Begleitperson geht auf den Treppen voraus bis in die 2. Etage (Mehlsöller) und dort nach draußen auf die Galerie. Die Hälfte der Kinder folgt unmittelbar. Dann folgen ich und eine weitere Begleitperson, dann der Rest der Kinder und zum Abschluß wieder eine Begleitperson.



Alle stehen jetzt draußen auf der Galerie, etwa 6m über dem Erdboden. Nach kurzer Einführung ("Woher weht der Wind?") löst ein Teil der Kinder die Ankerketten und den Blitzableiter von der Flügeln, der andere Teil begibt sich zum Steert und stellt die Mühle vor den Wind. Dazu muß mit schweren Ketten und Seilen gearbeitet werden. Ein kräftiges Kind bedient die Eisenkurbel, alle anderen schieben und ziehen den Steert von Hand mit. Dabei dreht sich das ganze Mühlendach.

Wenn der Steert wieder verankert ist, wird die Gruppe geteilt: die Hälfte geht mit einer Begleitperson noch 3 Etagen höher, in den drehbaren Teil, die Kappe (es steht aber noch alles still). Der Aufstieg dauert normalerweise etwas länger. In dieser Zeit setze ich mit der anderen Hälfte ein Segel. Dazu lösen 2 Kinder die Knoten an den Segeln, zwei kräftigere schwingen das Segel aus den Bergungshaken (sie versuchen es, notfalls hilft die Begleitung oder ich). Mit mutigen, sicheren Leichtgewichten klettere ich dann auf den Flügel, fast bis zur Nabe (das Kind klettert sozusagen zwischen meinen Armen hoch) (16m überm Boden). Dort wird jetzt das freigeschwungene Segel an der Flügelrute eingehakt. Das geht Stück für Stück beim Abstieg. Auf halber Höhe brechen wir die Arbeit ab, und ich steige mit einem weniger mutigen Kind bis zur übrig gebliebenen Höhe hinauf und erledige den Rest. Unten angekommen wird von 3 Kindern das Segel ausgerollt und die Reffleinen durchgesetzt und nach Anleitung mit dem "Müllerknoten" angeschlagen.

So ist dann eines von 4 Segeln fertig gesetzt. Die Kinder treten jetzt zurück an die Mühlenmauer oder hinter die Absperrung. Ich werde dann hoch zu den anderen in die Kappe gehen, gebe den Kindern aber noch Anweisungen: Die Mühlenflügel werden sich gleich etwas drehen. Wenn sie wieder still stehen, geht die aufmerksame Begleitperson mit den Kindern daran, das nächste Segel zum Setzen vorzubereiten (Hochklettern übernehme ich nachher). Ich gehe mit der 3. Person in die Kappe. Dort werden alle Kinder auf die sicheren Plätze gewiesen, denn wir sitzen im Getriebehaus vor und über den gro×en Zahnrädern. Wenn alle still sitzen, löse ich die Bremse und die Flügel drehen sich. Innen sind natürlich nur die großen Räder zu sehen und zu hören. Steht der richtige Flügel unten, lege ich die Bremse wieder drauf. Bei starkem Wind gibt es ordentliche Geräusche, wie ein Zug im Bahnhof, und alles wackelt. Dann öffne ich vorne an der Flügelnabe das Fenster, und die Kinder klettern, gesichert durch die Begleitperson, über die Achse zum Fenster und gucken den anderen von oben bei den Segelarbeiten zu. Die 3.Person nimmt die zurückkletternden Kinder in Empfang und führt sie auf den Steinsöller, wo die Kornsäcke stehen und in die Mühle geschüttet werden. Ich bin aber schon voraus gegegangen, um mit den Flügel- Kindern jetzt wieder auf die Flügel zu klettern und die Segel an zu schlagen. Ist auch der zweite Flügel besegelt, geht die Gruppe mit mir wieder in die Kappe, vorbei an den anderen. Die erste Gruppe spielt ein bischen mit dem Sackaufzug (auf einem Sack sitzen und ein bischen hochziehen), bis die andere Gruppe vorbeigezogen ist. Dann können sie nämlich runter an die übrigen 2 Flügel. Erst aber lasse ich oben in der Kappe die Flügel wieder ein paar Runden drehen. Und so kommen alle an fast allen Stellen in Aktion. Es werden noch Säcke in den Trichter geschüttet, Mehl im Sack aufgefangen und die fertigen Mehlsäcke mit dem frisch gemahlenem Windmühlen-Mehl mit dem Aufzug (ein einfaches Seil durch 2 Bodenklappe) in die Backstube gelassen.

Ich hoffe, es wird deutlich, wie viel Bewegung in dieser Veranstaltung ist. Und es ist notwendig für Sicherheit und erfreulichen Ablauf, daß die Begleitpersonen wachsam über die Kinder und aufmerksam gegenüber meinen Anweisungen sind. Bisher waren alle Besucher von dieser Veranstaltung begeistert, und ich habe bestimmt schon 50 mal dieses Programm durchgeführt. Passiert ist noch nie etwas Gefährliches, was mit der Mühle zu tun hatte.

Design & Service © 2000 by J. Köring.
The copyright for photos and text belongs to Mr. Weichold, Nordwall 5, 46509 Xanten