
sausen. Dann die steilen Treppen hoch kraxeln und über den
Zahnrädern auf die singenden Steine schauen.
Staubige Säcke müssen gefüllt werden, und mit dem Handaufzug werden sie ganz tief in die Backstube hinunter
gelassen. 2 Höhenängstige, die unten geblieben sind, wuchten die Säcke zu den Bäckern. Vielleicht, wenn noch keiner müde ist, backen die "Monsterchen" noch
Mäuschen, die sie in den Ofen schieben
und nach einer Runde Toben auf dem Spielplatz nebenan wieder abholen können. Happ-happ:
Keine Maus, keine Schnecke,
Schlange oder Knoten überlebt die Endkontrolle.
So kann's gehen, ob fidele Monsterchen oder vernünftige Kegelschwestern, unter der Anleitung des Müllers kann das alles nach Absprache angeboten werden. Der
Betriebsausflug will es genauer wissen: Welche Segel bei welchem Wind mit welchen Knoten? Und übt das auch! Die Jungs aus dem Club wollen Muttern zeigen, wie
"richtiges" Brot gebacken wird - mit Sauerteig und dunklem Mehl - selbst geknetet und gebacken. Die japanischen Gäste aus dem High-Tech-Center müssen sich die
Low-Tech-Anlage natürlich in Englisch erklären lassen.
Wir können dies alles frei vereinbaren, alles schon einmal dagewesen. Heraus kommen staubige Gestalten, die etwas selten Ursprüngliches erlebt haben.
![]() Anmeldungen und Nachfragen: 02801-6556, per Fax 02801-90187 oder E-Mail an Rolf Peter Weichold. BEISPIEL EINER VERANSTALTUNG MIT EINEM KINDERGARTEN Es kommt eine Gruppe von 18 Kindern im Alter von 5 Jahren. Die Kinder treffen vorne an der Mühle ein, wer auf Toilette gehen muß, tut das jetzt. Rucksäcke und Taschen werden in der Mühle im Erdgeschoß sicher abgelegt. Schnuppzeug, Saftdöschen und Eis bleibt unten. Ich empfange die Gruppe. Eine Begleitperson geht auf den Treppen voraus bis in die 2. Etage (Mehlsöller) und dort nach draußen auf die Galerie. Die Hälfte der Kinder folgt unmittelbar. Dann folgen ich und eine weitere Begleitperson, dann der Rest der Kinder und zum Abschluß wieder eine Begleitperson. ![]() ![]()
Alle stehen jetzt draußen auf der Galerie, etwa 6m über dem Erdboden. Nach kurzer Einführung ("Woher weht der Wind?") löst ein Teil der Kinder die Ankerketten und den Blitzableiter von der Flügeln, der andere Teil begibt sich zum Steert und stellt die Mühle vor den Wind. Dazu muß mit schweren Ketten und Seilen gearbeitet werden. Ein kräftiges Kind bedient die Eisenkurbel, alle anderen schieben und ziehen den Steert von Hand mit. Dabei dreht sich das ganze Mühlendach.
Wenn der Steert wieder verankert ist, wird die Gruppe geteilt:
die Hälfte geht mit einer Begleitperson noch 3 Etagen höher, in
den drehbaren Teil, die Kappe (es steht aber noch alles still).
Der Aufstieg dauert normalerweise etwas länger. In dieser Zeit
setze ich mit der anderen Hälfte ein Segel. Dazu lösen 2
Kinder die Knoten an den Segeln, zwei kräftigere schwingen das
Segel aus den Bergungshaken (sie versuchen es, notfalls hilft die
Begleitung oder ich). Mit mutigen, sicheren
Leichtgewichten klettere ich dann auf den Flügel, fast bis
zur Nabe (das Kind klettert sozusagen zwischen meinen Armen
hoch) (16m überm Boden). Dort wird jetzt das freigeschwungene
Segel an der Flügelrute eingehakt. Das geht Stück für Stück beim
Abstieg. Auf halber Höhe brechen wir die Arbeit ab, und ich
steige mit einem weniger mutigen Kind bis zur übrig gebliebenen
Höhe hinauf und erledige den Rest. Unten angekommen wird von 3
Kindern das Segel ausgerollt und die Reffleinen durchgesetzt und
nach Anleitung mit dem "Müllerknoten" angeschlagen.So ist dann eines von 4 Segeln fertig gesetzt. Die Kinder treten jetzt zurück an die Mühlenmauer oder hinter die Absperrung. Ich werde dann hoch zu den anderen in die Kappe gehen, gebe den Kindern aber noch Anweisungen: Die Mühlenflügel werden sich gleich etwas drehen. Wenn sie wieder still stehen, geht die aufmerksame Begleitperson mit den Kindern daran, das nächste Segel zum Setzen vorzubereiten (Hochklettern übernehme ich nachher). Ich gehe mit der 3. Person in die Kappe. Dort werden alle Kinder auf die sicheren Plätze gewiesen, denn wir sitzen im Getriebehaus vor und über den gro×en Zahnrädern. Wenn alle still sitzen, löse ich die Bremse und die Flügel drehen sich. Innen sind natürlich nur die großen Räder zu sehen und zu hören.
Steht
der richtige Flügel unten, lege ich die Bremse wieder drauf. Bei
starkem Wind gibt es ordentliche Geräusche, wie ein Zug im
Bahnhof, und alles wackelt. Dann öffne ich vorne an der
Flügelnabe das Fenster, und die Kinder klettern, gesichert durch
die Begleitperson, über die Achse zum Fenster und gucken den
anderen von oben bei den Segelarbeiten zu.
Die 3.Person nimmt die
zurückkletternden Kinder in Empfang und führt sie auf den
Steinsöller, wo die Kornsäcke stehen und in die Mühle geschüttet
werden. Ich bin aber schon voraus gegegangen, um mit den Flügel-
Kindern jetzt wieder auf die Flügel zu klettern und die Segel
an zu schlagen. Ist auch der zweite Flügel besegelt, geht die
Gruppe mit mir wieder in die Kappe, vorbei an den anderen. Die
erste Gruppe spielt ein bischen mit dem Sackaufzug (auf einem
Sack sitzen und ein bischen hochziehen), bis die andere Gruppe
vorbeigezogen ist. Dann können sie nämlich runter an die übrigen
2 Flügel. Erst aber lasse ich oben in der Kappe die Flügel wieder
ein paar Runden drehen. Und so kommen alle an fast allen Stellen
in Aktion. Es werden noch Säcke in den Trichter geschüttet, Mehl
im Sack aufgefangen und die fertigen Mehlsäcke mit dem frisch
gemahlenem Windmühlen-Mehl mit dem Aufzug (ein einfaches Seil
durch 2 Bodenklappe) in die Backstube gelassen.
Ich hoffe, es wird deutlich, wie viel Bewegung in dieser Veranstaltung ist. Und es ist notwendig für Sicherheit und erfreulichen Ablauf, daß die Begleitpersonen wachsam über die Kinder und aufmerksam gegenüber meinen Anweisungen sind. Bisher waren alle Besucher von dieser Veranstaltung begeistert, und ich habe bestimmt schon 50 mal dieses Programm durchgeführt. Passiert ist noch nie etwas Gefährliches, was mit der Mühle zu tun hatte. |