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Solarausbau-Initiative der Metropolregion Ruhr startet Mit dabei sind Hünxe, Kamp-Lintfort, Rheinberg und Xanten

Veröffentlicht am 06.05.2019

Die Solarausbau-Initiative der Metropolregion Ruhr startet im Mai 2019 mit 15 Pilotkommunen. Aus dem Kreisgebiet Wesel mit dabei sind Hünxe, Kamp-Lintfort, Rheinberg und Xanten. Im Rahmen der Initiative sollen die erheblichen Potenziale für die Nutzung von Sonnenenergie primär auf den Dächern von Wohngebäuden, aber auch von gewerblich genutzten Gebäuden sowie im Bereich von Freiflächen erschlossen werden.

Die Priorisierung des Themas Solar hat sich aus dem „Regionalen Klimaschutzkonzept zur Erschließung der Erneuerbaren-Energien-Potentiale in der Metropole Ruhr“ ergeben, welches der RVR (Regionalverband Ruhr, ein Zusammenschluss von insgesamt 53 Städten und Gemeinden des Ruhrgebietes) zusammen mit seinen Kommunen im Jahr 2016 fertig gestellt hat. Im Ergebnis hat sich eine bis heute nur geringe Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Region gezeigt. Damit besteht auf allen Ebenen dringender Handlungsbedarf, um die Klimaschutzziele der Metropole Ruhr noch erreichen zu können.

Nach der Studie zur Nutzung wirtschaftlich erschließbarer erneuerbarer Energien im Metropolegebiet Ruhr kommt dem Thema Solar die größte Bedeutung zu, hier insbesondere die Nutzung vorhandener Dachflächen für die Strom- und Wärmegewinnung, aber auch eine Freiflächennutzung.

Die Leistungsfähigkeit von Photovoltaik-Stromanlagen ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen (mehr Leistung/m²), und die Kosten haben sich in den letzten 15 Jahren um 80% verringert. Außerdem hat sich die Batteriespeichertechnologie positiv entwickelt. Durch Preisreduzierung und durch das Forcieren der Elektromobilität entsteht mehr Bedarf nach lokal produziertem Ökostrom. Hieraus ergeben sich deutlich positive Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für die Nutzung der Sonne.

Solarausbau-Kampagne mit 15 Pilot-Kommunen

Über einen Zeitraum von zwei Jahren wird in den 15 Kommunen in insgesamt vier Zeitabschnitten – jeweils Mai bis Juli und Sept. bis Nov. versucht, in einzelnen Quartieren zu informieren und für die Solarenergienutzung zu werben. Dabei sollen in verschiedenen Formaten die Xantenerinnen und Xantener angesprochen und sensibilisiert werden.

Der offizielle Kampagnenstart erfolgt am 06. Mai mit einer regionalen Presseerklärung.

Potenziale in Xanten

In Xanten soll in drei Quartieren „Gewerbegebiet Birten, Gewerbegebiet Xanten und Wohnquartier Hochbruch“ für mehr Solarenergienutzung geworben werden.

Das Gesamtpotenzial der Quartiere beläuft sich auf rund 35.000 kWp (potenzielle max. Nennleistung), bei einer möglichen CO2-Einsparung von 20.500 Tonnen pro Jahr.

Solarkataster auf kommunaler, regionaler und Landesebene

Um sich grundsätzlich über die Eignung eines Hausdaches für die solare Nutzung informieren zu können, aber auch zur Vermittlung von rechtlichen Rahmenbedingungen und der aktuellen Wirtschaftlichkeit gibt es die kommunalen Solarkataster. Für Xanten gibt es das Kataster seit 2017 - https://www.xanten.de/de/dienstleistungen/solardachkataster-fuer-xanten/

Auch für das gesamte RVR-Gebiet und das Land NRW gibt es seit 2018 ein Solarkataster - www.solarkataster.nrw.de

Kampagne „Sonne im Tank“ der Verbraucherzentrale NRW

Unterstützung erfährt die Solarkampagne durch die Kampagne Sonne im Tank der VZ NRW. Speziell soll hier der Fokus auf Elektromobilität in Verbindung mit Batteriespeicher und Photovoltaik gelegt werden. Die VZ NRW bietet hierzu in nahezu jeder Kommune des Kreises Wesel eine Infoveranstaltung an: Am 09.05. in Sonsbeck, 21.05. Alpen, 28.05. Kamp-Lintfort, 04.06. Xanten und 05.06. Moers.

Weitere Informationen:

 

Björn Gerritz,

Tel.: 02801 / 772-237

bjoern.gerritz@xanten.de

www.xanten.de/klimaschutz