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Geel (B)

Geel ist die älteste Partnerstadt Xantens. Am 19. Mai 1990 wurde die Städtefreundschaft mit der flämischen Stadt besiegelt. Schon seit dem Mittelalter gibt es Verbindungen zwischen den beiden Orten.  Der Legende nach entwendeten „Räuber aus Xanten“ die Schreine der heiligen Dimpna und des heiligen Gerebernus aus Geel . Diese Szene ist im Hochaltar der St. Dimpna-Kirche in Geel dargestellt. Allerdings gelang es den Geelern, die Reliquien später zurück zu erobern. Auf der Flucht mussten sie den Gerebernus-Schrein in Sonsbeck zurücklassen. Die dortige Kapelle erinnert daran. Ein volkstümlicher Umzug, der alle fünf Jahre stattfindende Ommegang im Rahmen der Dimpnatage, in dem Begebenheiten aus der Stadtgeschichte Geels in Szene gesetzt werden, thematisiert auch den Xantener Raubzug im Rahmen der Dimpnalegende. Der nächste Dimpna-Umzug findet am 3.Mai 2015 statt. Der Städtepartnerschaftsverein wird zu diesem Anlass für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eine Fahrt nach Geel organisieren. Im Neubaugebiet „Dombogen“ erinnern die Dimpnastraße und die Geelstraße an diese Partnerschaft. In Geel gibt es eine Xantenstraat.

Geel liegt nur etwa 140 Kilometer von Xanten entfernt und ist in knapp zwei Stunden gut zu erreichen. Ab Venlo geht es Richtung Eindhoven über die Autobahn, die sowohl in den Niederlanden als auch in Belgien mautfrei ist. Der belgische Spielpark Bobbejaanland liegt nur wenig von Geel entfernt. Die Stadt gehört zur Provinz Antwerpen und damit zum flämischen Nordteil Belgiens. Amtssprache ist Niederländisch. Die kurze Entfernung ermöglicht auch Tagesausflüge.

Geel unterhält viele intensive Kontakte zu ausländischen Orten, u.a. in Rumänien und Südafrika. Offizielle Partnerstadt ist neben Xanten bisher allerdings nur das irische Tydavnet.

Ebenfalls alle Fünf Jahre lädt Geel Vertreter aus zwölf europäischen Ländern zur Teilnahme an den „eurofeesten“ ein. Das Fest besteht aus verschiedenen Elementen von u.a. Musik, Information, Kunst und Wettbewerb. Im Jahre 2012 konnte die Xantener Delegation für Deutschland den fünften Platz im Wettbewerb erreichen, einer Art „Spiele ohne Grenzen“ in unterschiedlichen Disziplinen. Alle auswärtigen Gäste waren privat und kostenfrei untergebracht. Die hervorragende Organisation und die beeindruckende Gastfreundschaft beeindruckten alle Teilnehmer nachhaltig. Im Jahre 2017 ist es wieder soweit.

Dimpnadagen Ommegang

Das Geeler Stadtmotto „Je komt er – je blijft er“ (Man kommt an und bleibt da) ist ein Hinweis auf eine besondere Art der Gastfreundschaft mit langer Tradition. Der Vita der heiligen Dimpna nach kümmerte diese sich mit besonderer Fürsorge um geistig erkrankte Menschen, die im Mittelalter Ausgestoßene waren oder ohne Chance auf Heilung  wegesperrt wurden. In der Nachfolge dieser Fürsorge Dimpnas entstand eine ungewöhnliche Hilfsbereitschaft der Einwohner  Geels. Viele Familien nahmen psychisch Erkrankte oder geistig Behinderte auf und boten diesen Kost und Logis auf Lebenszeit. So wurden die vermeintlichen Patienten zu Familienmitgliedern und blieben in einer normalen Umgebung. Im Laufe der Zeit brachten Angehörige aus Nah und Fern Erkrankte nach Geel, wohlwissend, dass diese dort besser versorgt werden würden. Diese Tradition besteht auch noch heute.  Dank moderner Erkenntnisse und Behandlungsmethoden ist die Anzahl der bedürftigen Kranken gesunken. Dennoch bleibt Geel dieser besonderen Gastfreundschaft verbunden. Bei Interesse für diesen Aspekt der Geeler Geschichte lohnt vor allem ein Besuch des hervorragenden „Gasthuismuseums“, dem sich ein empfehlenswerter Gasthof anschließt. Weitere Museen widmen sich dem Bäckereiwesen, der Glockengeschichte und Lampen.

Die beiden Hauptkirchen St.Amandus (Marktplatz) und St.Dimpna sind architektonisch interessant, vor allem in Bezug auf die wertvolle Ausstattung. Direkt neben der St.Amanduskirche befindet sich im historischen Gebäude „de waag“ die Touristeninformation. Direkt daneben steht das alte Rathaus der Stadt. In der Innenstadt finden sich viele schöne Gebäude, sowohl aus dem Mittelalter als auch aus der Zeit des Jugendstils.

Am Marktplatz ergeben sich gute Gelegenheiten zum Einkehren, besonders hübsch ist „het atrium“ mit einer wunderbaren Terrasse im Hinterhof mit Säulengang. Das belgische Bierangebot und die belgische Küche sind reichhaltig und verführerisch. Das „zeuntbier“ (im regional-flämischen Dialekt „Sündenbier“ – erinnert an die Sünde der Enthauptung der hlg. Dimpna) ist stadttypisch und lohnt eine Probe. Unter dem Namen „zeunt“ sind weitere typische Produkte für Geel erhältlich. Diverse Sorten belgischer Pralinen sollten auf einer Mitbringselliste ebenfalls nicht fehlen.

Zur offiziellen Homepage der Stadt Geel gelangen Sie hier. Sämtliche touristischen Informationen über Geel finden Sie unter dem Punkt "Toerisme".

Hier finden Sie auch Informationen zu den zahlreichen Veranstaltungen in Geel und der näheren Umgebung, etwa zu den "Dimpnadagen" oder zu verschiedenen Kirmes-Festen und Märkten ("Kermissen & Markten")

Informationen zu Geel auf Wikipedia finden Sie hier.

 

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